Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales

Digitales trifft Pädagogik

19.12.2018 - Von: Prof. Dr. Michaela Rißmann

Nunmehr zum zweiten Mal fand während der interdisziplinären Projektwoche der Fachhochschule Erfurt ein einrichtungsübergreifendes Projekt mit der Marie-Elise-Kayser-Schule Erfurt statt. Der Themenfokus in diesem Jahr stand auf der Frage, ob Kindheitspädagogik und Digitalisierung mit einander vereinbar sind?

Sarah Sippach, Simon Prautzsch und Ethan Ziermann heute in der Rolle der Lehrenden (Foto: Tobias Ziermann)

 

Schülerinnen und Schüler der Erzieher*innenausbildung trafen auf Studierende der Fachrichtungen Kindheitspädagogik, Soziale Arbeit, aber auch der Angewandten Informatik und Stadt- und Raumplanung, um sich mit dieser Frage auseinander zu setzen.

Drei Tage lang nahmen die Teilnehmenden die verschiedensten Medien und digitalen Spielzeuge gemeinsam unter die Lupe. Am Montag stellte Anders Fuchs von der Firma Wehrfritz aus Bad Rodach aktuelle Spiele und Medien vor, mit denen Kinder unter anderem das Programmieren erlernen können. Die anschließende Diskussion zeigte, dass die Meinungen, ob solche Medien bereits in Kinderhände gehören, ein geteiltes Echo hervorriefen. Der Dienstag wurde durch Jens Daniel gemeinsam mit den Fachschülerinnen und -schülern der Marie-Elise-Kayser-Schule gestaltet. Hier diskutierten alle intensiv über die Einsatzmöglichkeiten der Videografie im beruflichen Alltag der Pädagoginnen und Pädagogen und probierte gemeinsam die 360°-Videografie aus. Besonders das Thema des Datenschutzes wurde intensiv erörtert.

 

Der Höhepunkt der drei gemeinsamen Tage war zweifellos der Mittwoch, als zwei Studierende der Kindheitspädagogik, Sarah Sippach und Simon Prautzsch, die sich intensiv in die Arbeit mit den Calliope-Mini-Computern eingearbeitet hatten, nun den Tag mit praktischen Erkundungen der Möglichkeiten des kleinen Geräts völlig eigenständig gestalteten. Der Tag startete mit einem Bericht des 15-jährigen Schülers Ethan Ziermann aus Rudolstadt. Er berichtete, dass er sich schon seit der Kindergartenzeit mit Technik und Computern beschäftigt. Er schilderte den Studierenden und Fachschülerinnen/Fachschülern eindrucksvoll seine Erfahrungen im Umgang mit dem Programmieren. Helfend stand er den ganzen Tag über den Studierenden zur Seite. Ethan stellte am Ende des Tages fest: „Ich fand es toll und es hat mir Spaß gemacht mit Studierenden zu arbeiten, die wenig Bezug zur Technik haben.“ Was ja auf die meisten Anwesenden zutraf.
Am Ende des Tages stellte Sarah Sippach fest: „Die Technik hatte heute so ihre Tücken, auch das W-LAN hat uns kurz im Stich gelassen, aber wir haben alle Ziele erreicht und eine Vorstellung gewonnen, wie der Calliope schon in der Grundschule eingesetzt werden könnte.“

 

Der letzte Tag des Projekts, der Donnerstag, wird den Studierenden der FH dazu dienen, die gewonnenen Erfahrungen aufzuarbeiten und sich einen Standpunkt zum Thema Digitalisierung zu erarbeiten. Auf der Abschlussveranstaltung der Projektwoche werden sie für Fragen zur Verfügung stehen.

 

Geplant und organisiert wurde das Projekt durch Professorin Dr. Michaela Rißmann von der Fakultät Angewandte Sozialwissenschaften und Jens Daniel von der Marie-Elise-Kayser- Schule Erfurt. Durch den kurzfristigen Ausfall von Frau Rißmann haben Jens Daniel, Sarah Sippach und Simon Prautzsch die Woche allein gestaltet - herzlichen Dank dafür!

 

Quelle der gemeinsamen Pressemitteilung der FH ERfurt und der MEKS Erfurt: Website der FH Erfurt

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