Staatliche Berufsbildende Schule für Gesundheit und Soziales

Medizinisch-technische Laborassistenz

Zugangsvoraussetzungen

  • Realschul- oder gleichwertiger Abschluss
  • gesundheitliche Eignung durch ärztliches Attest konkret für den Ausbildungsberuf
  • Nachweis eines aktuellen Impfstatus über den Impfausweis für folgende Krankheiten:
    • Tetanus
    • Diphterie
    • Keuchhusten
    • Mumps-Masern-Röteln
    • Windpocken
    • Kinderlähmung
    Nachweis eines bereits abgeschlossenen oder neu begonnenen aktuellen Impfstatus für Hepatitis A und B über den Impfausweis
  • Interesse an den naturwissenschaftlichen Fächern (bes. Chemie, Biologie) und Technik

Finanzierung

nach BAföG, nicht rückzahlungspflichtig
Ausbildung ist schulgeldfrei

Ausbildungsablauf

  • Dauer 3 Jahre
  • ausbildungsintegriertes, sechswöchiges Krankenpflegepraktikum
  • theoretische und praktische Ausbildung an unserer Schule sowie in kooperierenden externen Praxislaboren (Krankenhäuser, Laborgemeinschaften, Ärzte etc.)

Die wichtigsten Fachgebiete sind

  • Hämatologie
  • Histologie/Zytologie
  • Mikrobiologie
  • Klinische Chemie

Berufsinhalt

Im Rahmen der Erkennung, Behandlung und Vorsorge von Krankheiten führen MTLA autonom und eigenverantwortlich notwendige laboratoriumsmedizinische Tests durch. Grundlage dafür sind unterschiedliche Analysetechniken an modernsten Geräten, die ein hohes Maß an technischem, medizinischem und chemischem Verständnis abverlangen und durch eigens durchgeführte Qualitätssicherungsmaßnahmen kontrolliert werden.

Hämatologie

Hier werden Blutproben auf ihre mengenmäßigen und morphologischen Eigenschaften der Blutzellen (hämatologische Cytomorphologie), auf Störungen in der Blutgerinnung (Hämostaseologie) und auf Blutgruppeneigenschaften und Verträglichkeiten (Immunhämatologie) untersucht.

Histologie/Zytologie

Zell- oder Gewebsmaterialien werden in diesem Bereich noch während Operationen bzw. Untersuchungen oder bei einer Sektion aufgearbeitet und in dünnsten Schnitten meist färberisch dargestellt, sodass die zell- oder gewebsspezifischen Strukturen oder deren Veränderungen sichtbar werden können.

Mikrobiologie

Im Mittelpunkt stehen die Untersuchungen auf Ursachen von Infektionskrankheiten wie Bakterien, Pilze, Viren und Würmer. Verdächtiges Material wird zur Identifizierung auf Nährböden angezüchtet, dann differenziert und ggf. spezielleren Methoden zugeführt. Auch therapeutische Empfehlungen können hier angestrebt werden.

Klinische Chemie

Untersucht werden kann Serum oder Plasma des Blutes auf Bestandteile wie Elektrolyte (Natrium, Kalium,...), Nährstoffe, Hormone, Spurenelemente und (organ)spezifische Enzyme. Aber auch Urin oder Faeces wird z. B. im Rahmen von Entzündungs- oder Tumorbildungsprozessen zur Untersuchung herangezogen.

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